Unsere Wichtel
In der Knistergasse hat jeder Wichtel seinen eigenen Kopf, seine Lieblingsideen und ein großes Herz. Hier lernst du sie nach und nach kennen. Den Anfang macht Bosse.
Dürfen wir vorstellen? Bosse Bommelsocke

Es gibt Wichtel, die jeden Abend sorgfältig prüfen, ob ihre Socken auch wirklich zusammenpassen. Und dann gibt es Bosse Bommelsocke.
Bosse findet nämlich: Wenn zwei Socken die Füße warm halten, dann sind sie ein hervorragendes Paar. Ganz egal, ob die eine rot und die andere grün ist. Vielleicht passen sie sogar besonders gut zusammen, gerade weil sie so verschieden sind.
Zwei Socken, ein Fußball und ganz viel Lebensfreude
Man erkennt Bosse schon von Weitem. Unter seiner langen moosgrünen Strickmütze springen kupferrote Locken in alle Richtungen. Seine großen grünen Augen funkeln fast immer vor Begeisterung, seine Sommersprossen tanzen über die kleine Nase und seine Wangen sehen aus, als käme er gerade von einer wilden Runde durch den verschneiten Wichtelwald.
Natürlich trägt Bosse seine berühmten Bommelsocken. Am rechten Bein leuchtet eine rotcremefarbene Socke mit einem roten Bommel. Am linken Bein sitzt ihr grüncremefarbenes Gegenstück mit einem grünen Bommel. Schuhe braucht Bosse nicht. Die würden ihn beim Rennen, Rutschen und Ballspielen ohnehin nur aufhalten.
Seinen Fußball hat er fast immer dabei. Wenn Bosse beide Hände frei haben muss, schnallt er ihn einfach in die kleine Lederriemenhalterung auf seinem Rücken. Schließlich weiß man nie, wann irgendwo zwei Tannenzapfen herumliegen, die dringend zu Torpfosten werden müssen.
Wo Bosse ist, beginnt ein Spiel
Bosse kann aus beinahe allem ein Abenteuer machen. Ein Wollknäuel wird zum Trainingsball, eine Keksdose zum Tor und ein langer Flur zum größten Spielfeld der Wichtelwelt. Meistens hat er schon losgelegt, bevor jemand fragen konnte, ob seine Idee überhaupt funktionieren kann.
Das geht nicht immer gut. Manchmal landet der Ball im Plätzchenteig. Manchmal kippt ein sorgfältig aufgebauter Stapel Geschenke um. Und manchmal sitzt Bosse mitten im entstandenen Durcheinander, schaut mit riesigen unschuldigen Augen nach oben und sagt: „Das war Absicht. Fast jedenfalls.“
Lange böse sein kann ihm trotzdem niemand. Nach einem kurzen Versuch, sich mit seinem charmantesten Grinsen zu retten, hilft er beim Aufräumen. Und wenn jemand traurig geworden ist, bleibt er so lange, bis wieder ein kleines Lächeln zu sehen ist.
Frech, wild und niemals gemein
Bosse ist ein Wirbelwind. Er ist neugierig, spontan und manchmal ein wenig zu überzeugt davon, dass sein nächster Versuch ganz bestimmt klappt. Doch hinter all seinem Übermut steckt ein besonders großes Herz.
Er bemerkt sofort, wenn jemand am Rand steht und sich nicht traut mitzumachen. Dann wird Bosse plötzlich ganz ernst. Für ihn ist niemand zu langsam, zu klein, zu leise oder zu ungeschickt. Er rückt ein Stück zur Seite, hält den Ball hin und sagt: „Du bist bei mir im Team.“
Warum seine Socken niemals zusammenpassen
Die Geschichte seiner Bommelsocken begann am Morgen des großen Wichtelwaldturniers. Bosse hatte verschlafen und fand in seiner Sockenschublade kein einziges vollständiges Paar. Also zog er einfach eine rote und eine grüne Socke an und rannte los. Ausgerechnet an diesem Tag gelang ihm sein allerschönster Treffer.
Seitdem ist Bosse überzeugt, dass beide Socken gemeinsam Glück bringen. Die rote schenkt ihm Mut, behauptet er. Die grüne erinnert ihn daran, fair zu bleiben. Ob das wirklich stimmt, weiß niemand so genau. Aber vielleicht ist das auch gar nicht wichtig.
Zwei Dinge müssen nicht gleich aussehen, um wunderbar zusammenzugehören.